Museumsgesellschaft sucht Ehrenamtliche

Ravensburg lebt vom Engagement seiner Bürger. So auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Museumsgesellschaft Ravensburg e.V. Wir arbeiten in einem Museum, das im wahrsten Sinne des Wortes lebt. Wir arbeiten mit jungen und älteren Besuchern, mit Menschen, die neugierig sind. Von dieser Begeisterung der Menschen lassen wir uns anstecken.

Viele von uns kommen aus Berufen, die mit der Tätigkeit in den jeweiligen Werkstätten wenig zu tun haben. Relativ schnell werden sie von fachkundigen Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet und stehen schon in wenigen Monaten interessierten Besuchern zur Verfügung.

Wir würden Sie gerne als zukünftige ehrenamtliche Mitarbeiterin oder zukünftigen ehrenamtlichen Mitarbeiter in unserem Team begrüßen

Wer Interesse an der ehrenamtlichen Arbeit im Humpishaus hat, kann kann folgendermaßen vorgehen:

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Topadresse im Ravensburger Museumsviertel

Wer erstmals als Tourist die Stadt Ravensburg betritt, wird relativ schnell von dem Charme dieser mittelalterlichen Stadt angezogen. Vorbei am Frauentorturm über den Marienplatz, entlang an Blaserturm, Schwörsaal Rathaus und hinauf über die Marktstraße zum Museumsviertel. An jedem dieser Gebäude oder Straßen lohnt es sich zu verweilen und den Atem der Jahrhunderte zu spüren. Ganz besonders gelingt dies im Humpishaus der Museumsgesellschaft Ravensburg e.V. in der Humpisstraße 5. Das Besondere hier, die Jahrhunderte alte Geschichte der Stadt Ravensburg ist in diesem Haus erlebbar. Wir sind in einem Museum, einer Museumswerkstatt, in der das alte Handwerk gepflegt wird.

Gleich im Untergeschoss entsteht aus einer Bütt, gefüllt mit Wasser, untergemixt lediglich Zellstoff und Holzschliff, wundervolles Büttenpapier. In der Papiermacher-Werkstatt wird Papier geschöpft, gegautscht, gepresst und getrocknet. Es entstehen u.a. individuell gestaltete Papierbögen, dazugehörige Umschläge und Glückwunschkarten.

Im 1. Obergeschoss sitzen Kinder mit einem Schreibrohr in der Hand und „zeichnen“ alte, fast vergessene Schriften. Wir sind in der Schreibwerkstatt. Das besondere hier ist, dass die Besucher ihre Schreibwerkzeuge selber herstellen können. Daneben können individuell gestaltete Karten angefertigt werden. Den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt.

An manchen Samstagen durchströmen wohlriechende Düfte das Haus. Wenn es in der Humpisküche brodelt und dampft, dann werden außergewöhnliche Gerichte zubereitet, die in früheren Zeiten recht gewöhnlich waren und die teilweise noch heute auf der heimischen Speisekarte stehen.

Ganz besondere kunsthandwerkliche Gegenstände entstehen in der Textilwerkstatt. Sie kann man nirgends kaufen. Brettchen weben, Filzen, Spinnen, Nesteln oder auch Klöppeln sind alte Handwerkstechniken, die jeder interessierte Besucher selber erlernen kann.

Im obersten Stockwerk durchweht der Geist von Johannes Gutenberg das Haus. Alles, was zum Drucken im Mittelalter benötigt wurde, kann jeder Interessierte hier finden und z.B. Glückwunsch-karten, Verse, Poesie usw. stilvoll gestalten.

Häuslebauer und jene, die es vielleicht einmal werden wollen, können im Humpishaus am konkreten Modell erfahren, wie ein Fachwerkhaus gebaut ist.

Wer hier für einige Stunden verweilt, in einer Museumswerkstätte selber Papier herstellt wie vor hunderten von Jahren, der geht beglückt und zufrieden nach Hause und kommt sicher eines Tages wieder.

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