Die Idee der Vereinsgründung


Die Vision oder die Idee für die Errichtung eines Heimatmuseums im heutigen Humpisquartier entstand wohl schon bei mehreren Menschen Mitte der Achtziger Jahre.
Eine  Konzeption für den Erwerb der sieben Gebäude durch die Stadt Ravensburg und die Nutzung einzelner Häuser des gesamten Ensembles wurden in derselben Zeit entwickelt. Es waren, wie sagt man so schön, viele Väter und Mütter beteiligt. Die enormen Kosten zwangen die Stadtverwaltung aber zu Sparmaßnamen. So sollte zumindest  das  Gebäude  Humpisstraße 5  einer privaten Nutzung zugeführt werden. Der Gedanke an einen unbekannten Investor, der möglicherweise die historische Bausubstanz nicht entsprechend wertschätzt, weckte skeptische Stimmen. 

Wie alles begann


Aus dem rührigen „Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V.“ heraus wurde von überzeugten Altstadtschützern im Jahre 1991 die Gründung des „Fördervereins für ein Stadtmuseum im Humpis-Quartier“, kurz  „Museumsgesellschaft Ravensburg e.V.“ betrieben. Die selbst gestellte Aufgabe des jungen Vereins war es,  Aktivitäten in und für die Öffentlichkeit zu entwickeln, mit dem Ziel, Unterstützer und Befürworter für die Sanierung des Humpis-Quartiers in öffentlicher Hand sowie Mitglieder und Spenden zu gewinnen. 

Die Entwicklung der Museumsgesellschaft in den Anfangsjahren

Nachdem das Gebäude in der Humpisstraße 5 im Besitz der Stadt Ravensburg war, wurde das Haus der Museumsgesellschaft in Erbpacht anvertraut. Der Verein hat die Auflage, das Gebäude zu sanieren und es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. 

Die Museumsgesellschaft entwickelte zahllose Aktivitäten zum Geld einsammeln. Es gab  sogenannte Höflesfeste (im heutigen Innenhof des MHQ),  Familientage im Vogthaus, (damals das Heimatmuseum), Weihnachtsbasteln in der Stadtbücherei und vieles mehr. Der Laden „Trödel & Antik“ wurde 1994 gegründet, 1997 wurde ein vereinseigener Chor gegründet, die Küchenliederleute. Alles Aktivitäten, die die Bürgerschaft für das Humpis-Quartier begeistern sollten und es leicht machten, die Spendenbüchsen zu füllen. 

Doch alleine aus dem Engagement der Bürgerschaft und deren Spenden wäre die Sanierungsaufgabe nicht zu stemmen gewesen. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch öffentliche Gelder aus Mitteln der Denkmalpflege in die Sanierung des heutigen Humpishauses flossen. Es war der Verdienst unzähliger Menschen, dass oft nach langwierigen Verhandlungen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden konnten.

Die Realisierung der beiden Vereinszwecke 

Erhalt des Hauses für die Öffentlichkeit

Das sanierte Humpishaus (der historisch korrekte Name ist Neideggsches Haus) ist seit dem Jahr 2003 für Besucher offen. Vor der Eröffnung wurde mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten ein Konzept entwickelt für den Betrieb von „Museumspädagogischen Werkstätten“. Alle Werkstätten werden im Wesentlichen so betrieben, wie damals festgelegt. Dieses Angebot wird samstags von Besuchern jeglichen Alters gerne wahrgenommen. Bei sehr vielen Schulen sind die Museumspädagogischen Werkstätten in den Lehrplänen integriert.

Mitmachen / Werkstätten

Angebote für Schulklassen

Förderung des Heimatmuseums

Mit den Beschäftigten des Museums Humpis-Quartier und vor allem den Verantwortlichen Leitungskräften gibt es einen regelmäßigen Austausch. Die Museumsdirektorin ist zugleich auch Mitglied im Kuratorium der Museumsgesellschaft Ravensburg e.V.  Erfreulicherweise können durch die vielen Aktivitäten des Vereins und die dadurch generierten Einnahmen und Spenden zumindest eine Sonderausstellung pro Jahr des Museums Humpis-Quartier finanziell gefördert werden.

Museums Humpis-Quartier